HirschTransfer

 
Ich übersetze gerne - weil ich ein balanciertes Arbeitsleben ("Work-Work Balance") habe!
Mir wird die Arbeit nie langweilig.  Das Übersetzen ist mir auf natürliche Art zugefallen, weil viele meiner früheren Beschäftigungen mich darauf vorbereitet haben.  Übersetzungen machen mir ebenso viel Freude wie die anderen Geschäftstätigkeiten, die ich mir ausgesucht habe.
 
Nach dem 2. Staatsexamen als Gymnasiallehrer für die Fächer Musik und Sport in Hamburg und einem "Master's Degree" in Journalismus an der University of Iowa war ich zuerst bei Radio Hamburg und dann bei Voice of America in Washington, D.C. beschäftigt. Dann baute ich mir mein eigenes Radiostudio zusammen und fing an, für deutsche Rundfunksender über Musik- und andere Kulturereignisse in den USA zu berichten. Nach acht Jahren wollte ich etwas Neues ausprobieren und fing ein Jurastudium an. Zuerst schloss ich an der George Washington University mein reguläres Jurastudium ab ("JD"), dann erwarb ich einen zusätzlichen Abschluss ("LL.M.") im Fach Steuerrecht an der Georgetown University. Ich bestand die Zulassungsprüfungen für Anwälte ("Bar Exam") für die Bundesstaaten New York, New Jersey und Virginia und wurde ohne Prüfung für die Anwaltskammer von Washington, D.C. zugelassen.  Dann nahm ich eine Stelle bei KPMG an - zuerst in Philadelphia, dann Washington, D.C., und dann Frankfurt.  Kurz nach meiner Rückkehr in die USA im Dezember 2011 fasste ich den Entschluss, mich wieder auf eigene Füße zu stellen und meinen Lebensunterhalt mit einer Vielfalt von Tätigkeiten zu verdienen, in denen ich zuvor Erfahrungen gesammelt hatte.
 
Ich habe einen Zirkel durchlaufen: Zuerst lernte ich das Musikleben in Deutschland kennen, dann das Musikleben in den USA, gefolgt von der amerikanischen Geschäftswelt, und schließlich tauchte ich noch in die deutsche Geschäftswelt ein.  Schön für mich - aber warum sollte das aus mir einen besseren Übersetzer machen? Weil vieles, was ich in der Zeit getan habe, auch einen sehr exakten Umgang mit der deutschen sowie der englischen Sprache erforderte; ich habe mir spezialisierte Terminologien angeeignet und Feingefühl für Stil und Bedeutung von Sprache entwickelt.
 



Radio
Den Höhepunkt meiner journalistischen Laufbahn bildet meine Zeit als Freiberufler von 1993 bis 2001. Damals habe ich klassische Musiker wie Van Cliburn, Yo-Yo Ma und Itzhak Perlman und Jazzer wie Dave Brubeck, Wynton Marsalis und Bobby McFerrin interviewt. In Pausen von Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera nach Deutschland habe ich aus der Met live moderiert, und ich hatte über eine Million Zuhörer in ganz Deutschland. Oft habe ich auch meine amerikanischen Kontakte mit englischen Übersetzungen meiner Geschichten versorgt.
 
Jetzt wo ich wieder mein eigener Herr bin, kommt es zu einem Comeback; neben musikalischen Themen werde ich auch juristische aufgreifen. Als ich 2011 Kontakt zu deutschen Funkhäusern aufnahm, konnte ich zu meiner Freude feststellen, dass ich nach über zehn Jahren noch unvergessen bin.

Meine Arbeit als Journalist sehen Sie auf meiner Webseite, auf der ich auch deutsch- und englischsprachige Zusammenfassungen meiner Themen geschrieben habe.  Inzwischen kommt ständig Neues dazu: Ich bin wieder dabei!

 

Roman

Bei der KPMG habe ich Mandanten mit Kalkulationen, Memoranda, Verrechnungspreisdokumentationen und anderen Arbeitsprodukten bedient und außerdem Artikel über Verrechnungspreisthemen veröffentlicht. Auch wenn ich immer auf lebendige und leserfreundliche Sprache geachtet habe, dann musste ich doch auf einen nüchterneren Stil zurückgreifen als den, den ich als Musikjournalist gepflegt hatte (s. aber diesen Artikel, kurz vor meiner Einstellung bei KPMG entstanden, der etwas leichtfüßiger ist). Als ich dann 2010 und 2011 bei KPMG Frankfurt beschäftigt war, habe ich mir einen alten Traum erfüllt und einen Roman geschrieben.  Die Geschichte eines schrulligen Menschen, der mit dem Reiz des Verbotenen kämpft, skurrile Fehlschläge erleidet, nach Besserung strebt und die Liebe sucht konnte ich mit einer Sprache erzählen, die noch persönlicher ist als meine journalistische. "Smoking Fetish - die Versuchungen des braven Franz Lis(z)t" zeigt, wie es einem ergehen kann, dessen Umwelt sich von einer raucherfreundliche in eine raucherfeindliche verwandelt und dessen Haltung zum Rauchen ebenso ambivalent ist wie seine Vorstellung von einer Idealfrau!
 
Der agenda Verlag in Münster hat den Roman 2011 als e-Book veröffentlicht; ich hoffe noch auf ein Taschenbuch. Auch eine englische Übersetzung habe ich angefertigt, und nun suche ich einen geeigneten Verlag oder eine Agentur in den Vereinigten Staaten, dem Mutterland von Antirauchbewegung und der Subkultur des Smoking Fetish. 
 
Wenn Sie nach einem langen Arbeitstag Lust auf leichtere Literatur haben, dann schauen Sie doch einmal ins erste Kapitel herein, oder - wenn Sie schon einen e-Book-Reader besitzen - dann können Sie auch den ganzen Roman bestellen.
 
Karate
Als ich mit dem Jurastudium anfing - 2001 - schloss ich mich auch dem Seichou Karate Dojo an. Was für ein Glücksfall! Mehrere Trainingseinheiten pro Woche hielten mich während des anstrengenden Studiums und auch in meiner KPMG-Zeit körperlich und seelisch fit. Selbst von Philadelphia aus bin ich oft die 150 Meilen nach Alexandria (Virginia) gefahren, um bei Seichou mittrainieren zu können.
 
Am Tag nach der Rückkehr von meinem 2-jährigen Frankfurt-Aufenthalt nahm ich mir eine Wohnung direkt gegenüber vom Dojo, der meine zweite Heimat ist.  Ich bin nun ein Assistenztrainer und werbe mit Überzeugung für Seichou Karate, wo sich Mitglieder aus allen Lebensbereichen treffen. Gemeinsam haben sie ihre Leidenschaft für Budosport, Intelligenz und Erfolg im Beruf. Auch über japanische Kultur und Sprache lässt sich bei Seichou Karate viel lernen.

Wenn Sie einmal in die Nähe von Alexandria kommen, dann schauen Sie gerne bei Seichou Karate vorbei; oder klicken Sie einfach einmal hier, wenn Sie neugierig sind, wie Ihr Übersetzer für Steuerrechtstexte im Dogi aussieht!

 

 Klavier

Falls Sie gerade nachgeschaut haben, wie ich in einem Dogi aussehe (s. oben), dann wissen Sie schon von meinem Klavierspiel. Es mag überraschen, aber ich finde, dass Karate und Klavier gut zusammenpassen. Beides erfordert Konzentration und Übung, und in beiden kann man eine Menge persönliche Ausdruckskraft entfalten.
 
Ich habe mit 5 Jahren angefangen und nie aufgehört, auch wenn ich nicht immer viel Zeit zum Üben hatte. Im Laufe der Jahre hat mich das Spiel aber immer wieder auf andere Weise gereizt. In sehr jungen Jahren ging es mir darum, mit Fingerfertigkeit zu glänzen. Als Teenager habe ich an ein paar Wettbewerben teilgenommen. Ich war gut, aber nicht gut genug für eine Pianistenlaufbahn. Also habe ich mich zum Musiklehrer ausbilden lassen. Als Journalist durfte ich später pianistischen Achttausendern begegnen und sie interviewen - das hat mir zwar wieder meine eigenen Grenzen aufgezeigt, aber es war auch anregend und sogar ermutigend. Als ich einmal den Pianisten György Sándor (1912-2005) interviewt habe, da hat er mir ein paar Tricks gezeigt, wie man sich bei den schwierigsten Stellen von Barkoks "Allegro Barbaro" das Leben einfacher machen kann.
 
Ich habe an also Wettbewerben teilgenommen. Außerdem habe ich bei meiner Abiturfeier gespielt, in einem Altersheim, in einer lauten Kneipe (als ein befreundeter Rock'n'Roll-Musiker gerade pausierte), bei Veranstaltungen von Seichou Karate, und ich spiele für Freunde und Verwandte. Ich bin auch mal in die Haut meines Romanhelden Franz List geschlüpft, um auf YouTube für den Roman zu werben. Klavierspieler können auf interessante Leutchen treffen!